Fußpflege – aber richtig

Für viele Menschen ist die Vorstellung, über ihre Füße zu reden oder sogar die Problemstellen ihrer Füße jemandem zu zeigen, bereits eine unangenehme Vorstellung. So haben dann oft Hornhaut, Dornwarzen, Nagelpilz oder Fußpilz die Chance, weiter ungebremst zu wachsen, bis es irgendwann so schlimm ist, dass der Patient die Notbremse zieht. Damit es erst gar nicht so weit kommt, wollen wir an dieser Stelle ein paar wichtige Tipps mit auf den Weg geben.

Füße regelmäßig kontrollieren

Der wichtigste Punkt, um Infektionen, Warzen oder Hühneraugen am Fuß zu erkennen und auch rechtzeitig behandeln zu können, ist die regelmäßige Kontrolle der Füße.

Am besten mindestens einmal in der Woche sollten die Füße nach dem Duschen oder Baden gründlich untersucht werden. Wer bereits Probleme mit seinen Füßen hat oder eine schlechte Durchblutung (Diabetiker), der sollte seine Füße täglich untersuchen, da man unter Umständen kleine Verletzungen nicht sofort erkennt (Stichwort Neuropathie).

Füße regelmäßig pflegen

Die Füße sollten normalerweise täglich einmal gewaschen werden. Hierzu nimmt man eine milde Seife, um auch die Bakterien und Pilze zu entfernen.

Nach dem Waschen, Duschen oder Baden sollten dann die Füße eingecremt werden. Hierzu macht es Sinn, eine Creme zu nehmen, die auch einen Wirkstoff gegen Pilze hat, also antimykotisch wirkt.

Wenigstens einmal pro Woche müssen die Fußnägel geschnitten werden. Hierbei ist es, im Gegensatz zu den Fingernägeln wichtig, nicht rund zu schneiden, sondern gerade. Dabei bleiben die Ecken der Nägel stehen, damit diese nicht ins Nagelbett einwachsen können (was bei Fußnägeln relativ leicht geschehen kann).

Hornhaut entfernen

Menschen, die viel stehen müssen (Verkäufer/innen) und täglich viel laufen, leiden schnell unter übermäßiger Hornhaut an den Füßen. Diese entsteht durch Druck oder Scheuern und meist auch durch schlechtes Schuhwerk.

Entfernen Sie die Hornhaut vorsichtig mit einem Hornhauthobel oder einer Hornhautraspel. Wer es lieber sanfter mag, nimmt eine Hornhautfeile.

Für Menschen, die Hornhaut nicht gerne mechanisch entfernen mögen oder aufgrund von Neuropathie kein Gefühl mehr in den Füßen haben, gibt es auch Hornhaut- bzw. Schrunden-Creme. Diese wird auf die Hornhaut aufgetragen und mit etwas Klarsichtfolie abgedeckt, damit die Creme einwirken kann. Dadurch wird die Hornhaut aufgeweicht und gelöst und kann durch einfaches rubbeln (z.B. mit einem Handtuch) dann wieder entfernt werden.

Bitte in jedem Fall daran denken, die Füße anschließend gut mit einer Pflegecreme (siehe oben) einzucremen.

Fußpilz bekämpfen

Fußpilz bekommt man schneller, als man denkt. Übertragungsorte sind meist das Schwimmbad, die Sauna, die Umkleidekabine oder Dusche beim Sport, aber auch das heimische Badezimmer, wenn ein Mitglied der Familie bereits Fußpilz hat.

Zum Glück lässt sich Fußpilz, im Gegensatz zu Nagelpilz, gut und vor allem schnell behandeln. Mittel gegen Fußpilz gibt es in jeder Apotheke.

Um einem Fußpilz vorzubeugen, trägt man am besten Badeschuhe an öffentlichen Orten. Wer seine Füße dann noch gut abtrocknet gibt dem Pilz kein feuchtes Milieu, so dass er keine Chance hat.

Nagelpilz bekämpfen

Ein Nagelpilz ist, im Gegensatz zu einem Fußpilz, gleich ein ganz anderes Kaliber. Wer einen Nagelpilz hat, der darf sich gleich auf ein paar Monate der Behandlung einstellen, denn der Nagelpilz muss komplett mit dem Nagel herauswachsen, was natürlich dauert.

Gegen einen leichten oder beginnenden Nagelpilz gibt es in der Apotheke geeignete Mittel. Ist der Nagelpilz bereits an mehreren Zehen vertreten oder hat er das Nagelbett erreicht, so sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Häufig benötigen Sie dann auch Tabletten gegen den Pilz, denn die äußerlichen Mittel können den Fußnagel nur unzureichend durchdringen.

Zusammenfassung

Die Füße sind ein sensibles Thema und müssen doch regelmäßig kontrolliert werden, um Erkrankungen und Hornhaut vorzubeugen. Wer allerdings ein wenig achtgibt, der sollte von solch schlimmen Dingen, wie Nagelpilz oder eingewachsenen Fußnägeln verschont bleiben.

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